Tekken 6 (PS3) kann überzeugen

Tekken 6 – Für Fans der Reihe ein Muss. Ich glaube, dass fast jeder Fan der Konsolen-Spiele schon einmal auf Tekken gestoßen ist. Vorallem zu der Zeit der Playstation 1. Grandios, wie ich diese Konsole noch heute vergöttere. Ich habe damals viel mit Freunden an der Konsole gespielt. Von stundenlangen Sessions mit Crash Bandicoot, ausschweifenden Skate-Nächte mit Tony Hawk oder eben rundenlange Stunden mit Tekken. Es gab immer neue Kombinationen zu entdecken, ausprobieren und lernen. Das Spiel fesselte eigentlich jeden und wenn es nur mal eben eine kleine Runde „Machtkampf“ am Tag war. Nach der PS1 Zeit, habe ich nie wieder mit Tekken etwas am Hut gehabt, bis ich von der Playstation 2 auf die 3er geswitcht bin und mir für knapp 30 Euro Tekken 6 in die Hände fiel.

»»» Meine eigene Spielebeschreibung: Tekken 6

Das Spiel selber fand – wie bereits das von mir vorgestellte NBA Jam – seinen Ursprung in den Spielehallen wo es erstmals am Automaten so richtig zur Sache ging und es dann später auf die heimischen Konsolen überschwappen konnte. Auf der Playstation 1 stellte es ein grafisch gesundes Spiel dar, welches mithilfe der vielen Kombinationen per Steuerung immer wieder zum Erlebnis werden ließ. Zwar vermisst man in der letzten Ausgabe der Tekken-Reihe die fließende Story, doch der Arcade, wie aber auch der Versus-Modus verlangen dem Spieler so einiges ab.

»»» Die verschleierte Story von Tekken 6 (Eigene Worte)
Ja, allzu viel gibt es hier definitiv nicht zur Story zu sagen, denn diese kommt nur selten und wenn, dann in der Kampagne kurz zum Vorschein. Nachdem Jin Kazama in Tekken 5 gegen Jinpachi Mishima gewonnen hatte, ging das Turnier zu Ende und er übernahm die Kontrolle und führte mit Falschinformationen eine paramilitärische Operation aus. Mithilfe der Falschinformationen löste Jin ein großes Chaos auf der Welt aus und die Menschen gerieten in Panik. Auch die Regierung wusste bis dato nicht wie ihr geschieht und musste hilflos mit ansehen, wie ihr Land im Chaos versinkt. Die übernommene Mishima Zaibatsu erhob sich aus dem Schatten und übernahm, dank gewaltiger militärischer Macht, erneut die Kontrolle über die Welt und musste fortan gegen die G-Corporation antreten, um diese überall auf der Welt zu bekämpfen. Die G-Corporation, die als Retter der Menschheit genannt wurde, rief dazu auf, gegen eine Belohnung den Anführer Jin Kazama gefangen zu nehmen und die Welt zu säubern. Um sich diesen Aufruf nicht gefallen zu lassen, rief Jin im Namen von Mishima Zaibatsu erneut zum offenen Kampf auf und schuf King of Iron Fist Torunament 6 (Tekken 6), die fortan eine Plattform der Auseinandersetzung sein sollte.

Jeder Kämpfer ist einzigartig. Doch jeder hat das selbe Ziel vor Augen: Den alle wollen den inneren Dämon besiegen!

»»» Einige Auszüge aus den Spielemods
Kampagne – Wähle vor dem Start der Kampagne deinen Lieblingscharakter aus der Liste, mit welchem du fortan gegen schlagfertige Horden antreten möchtest. Jeder Charakter hat seine ganz speziellen Kampfstile und Attacken. Starten wird man hier auf der Weltkarte, die viele einzelne Level für den Spieler bereit hält. So schlüpft man in die Rolle des „Lars“, welcher sich mit verschiedenen Parteien zusammen tut, um die dunkle Organisation zu bekämpfen. Hierbei sind die Ziele in jedem Level wichtig, um dieses abzuschließen und in das näächste gelangen zu können. Am Ende muss immer ein Endboss besiegt werden.

Online-Modus – Online hast du die Möglichkeit dir die weltweite Bestenliste anzuschauen oder zusammen mit deinen Freunden gegen andere Spieler aus allen Nationen zu kämpfen.

Offline-Modus – Der Modus lässt dich gegen die schwächeren Computer-Gegner kämpfen. Natürlich kannst du mithilfe weiteren Controllern in diesem Modus aber auch offline gegen deine Freunde spielen und sie in deinem Wohnzimmer zu einem Kampf der Extraklasse herausfordern.

Team-Kampf – Bei diesem Modus kann man sich ein Team aus insgesamt acht Charakteren zusammenstellen, mit denen man gegen den Computer, oder einen anderen Spieler antreten kann. Verliert man den Kampf, kommt der nächste Teamkollege zum Einsatz. Gewinnt man, verliert der Computer/Spieler seinen eben eingesetzten Charakter. Wer auch mit seinem letzten Charakter verliert, verliert die „Runde“.

Überleben – Der Name des Modi ist Programm, denn das Spiel endet erst, wenn deine Lebensanzeige auf Null sinkt. Gewinnst du gegen einen gegner, füllt sich deine Anzeige immer wieder leicht auf.

»»» Steuerung
Schon damals gab es viele Kombinationsmöglichkeiten, um eine Attacke auszuführen und seinen Gegner auf den Boden zu bekommen. Mit Tekken 6 kommen nochmals neue Combos hinzu. Ich persönlich finde es gut, denn so kann man bereits bekannte Combos mit neu erlernten Kombinationen verbinden und die Langeweile kommt nicht zu schnell auf. Man benötigt durchaus länger, um gewisse Combos zu lernen und sich zu merken, gerade weil in Tekken 6 alle Knöpfe des Controllers ausgeschöpft wurden. Grundlegende Techniken wie Rollen, Rennen, RUn Chop, Spring Kick und Paraden werden äußerst präzise im beiliegenden Handbuch erklärt. Wer darüber hinaus mehr Combos erlernen möchte, der sollte sich einmal mit Google vertraut machen, denn dort gibt es viele Tipps und Tricks nachzulesen.

»»» Grafik
Damals noch mit festen Hintergründen und wenig Spielraum, um sich in der Arena zu bewegen, kann man in Tekken 6 endlich auch mal in den Hintergrund treten. Okay, mitten im Kampf an einer Bodenplatte hängen zu bleiben ist alles andere als spaßig, aber das gehört nun mal dazu. Wenn ein Gegenstand im Weg ist, kommt auch das abrollen nicht immer gut an, zu verschmerzen, solange der Gegner nicht zum Sprung ansetzt.

Insgesamt wurde Tekken 6 gut aufpoliert, während man zu Playstation 1 Zeiten gerade die Pixelabenteuer in Tekken liebte, wirkt das Spiel insgesamt nun flüssiger und schneller. Gerade beim gewissen Combos kommt es auf Schnelligkeit an und genau die nun erlebte Schnelligkeit werden Fanatiker von Tekken nun lieben lernen können!

Die Gesichtszüge, Outfits und Co. sind auch nicht mehr so trist und abgedroschen wie bei den Vorgängern, man hat sich, wie auch bei den verschiedenen Arenen, doch sehr viel Zeit und Mühe für die Details genommen, was ich persönlich klasse finde. Ich habe das Gefühl, dass das Spiel lebt und in einem ganz neuen, Innovationsreichen Glanz erscheint.

»»» Original und Platinum Edition, häää?
Ich muss zugeben, dass ich damals auch verwirrt war und keine Ahnung hatte, warum es das selbe Spiel in zwei Ausgaben gibt und dann meist auch noch 10-20 Euro billiger. Im Grunde gibt es da aber „selten“ Unterschiede zwischen den Editionen. Hat ein Spieletitel eine Anzahl von „xxx“ verkauft, erhält es den Status „Platinum“. Bestseller also, die gut über die Theke gingen/gehen. Hat ein originalspiel irgendwelche Extras (Sticker, Addons, whatever) wird man diese bei der Platinum-Version für solch einen niedrigen Preis niemals dabei haben. Wer aber auf Schnick-Schnack von Beginn an verzichten kann, dem rate ich zu Platinum-Versionen. Denn damit kann man gutes Geld sparen, ohne dass das Spiel selber vom Original abweicht!

»»» Preis
Bezahlt habe ich für das Game 29,90 Euro über Amazon. Mittlerweile wird es sogar schon für rund 22 Euro angeboten. Das „Original“ liegt noch immer bei knapp 40 Euro und ist sowohl über Internet, wie aber auch in den einschlägigen Läden zu erwerben. Gebraucht habe ich das Spiel auch schon oft bereits für 15-20 Euro gesehen.

»»» Fazit
Wer Tekken der ersten Stunde war, oder vielleicht erst mit den Konsolen auf den Geschmack gekommen ist, der wird auf seine Kosten kommen. Zwar ist zugegebenermaßen der Kampagnen-Modus nicht für jeden tauglich, aber ich komme damit gut klar und habe diesen bereits in wenigen Tagen durchkämpft. Die Steuerung könnte in der Kampagne selber leichter sein und auch die Story vermisse ich teilweise, dennoch ist es für mich ein gelungenes Spiel und ein ebenbürtiger Nachfolger von Tekken 5! Natürlich macht Tekken vorallem im versus Spaß und so sollte man zumindest Internetanschluss oder immer jemanden Parat haben, der selber im Tekken-Wahn festhängt. ;0)

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