Kraftklub – In Schwarz reingehört

Kraftklub – In Schwarz! Neuer Monat, neue CD. Wie sollte es auch anders sein. Heute soll sich die Welt nun also einmal um Kraftklub und deren neue Platte drehen. Schauen wir mal, wer sich ebenfalls um die eigene Achse drehen kann und auf das Karussell der Freude aufspringen wird. Nachdem ich die Jungs rund um Rudelanführer Felix das erste Mal so richtig erleben konnte, bin ich ein Fan ihrer Musik, der Persönlichkeiten und alles was sich darum dreht. Gesehen habe ich die Band auf dem „Die Toten Hosen Open Air 2013“ hier in Berlin. Seither verfolge ich ihre alten und neuen Werke. Für mich war klar, dass ich mir das neue Album holen würde. Warum auch nicht. Die Musik passt und lädt nicht nur zum feiern, sondern auch zum nachdenken ein. Zwei Tage, nachdem das Album erschienen war, griff ich zu und bestellte es mir. Wie gut schneidet die Platte Kraftklub – In Schwarz tatsächlich ab?

Wer oder was ist Kraftklub
Die Band Kraftklub besteht aus insgesamt fünf Bandmitgliedern, die allesamt aus der Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) stammen. Während vier der Jungs bereits als Band auf diversen Festivals unter dem Namen „Neon Blocks“ Erfahrungen im Bereich Rock sammelten, hielt sich der heutige Leadsänger Felix Kummer eher in der Rap-Szene auf. Der Bassist der damaligen Band, Till Kummer, ist – wie unschwer zu erkennen – der Bruder von Felix Kummer. Und so kam es 2009 zu einem gemeinsamen Auftritt bei dem Splash-Festival 2009, der Ende des gleichen Jahres in einer Studio-Session endete. Von dort an gingen sie unter dem Namen „Kraftklub“ gemeinsame Wege. Zwar löste Felix den damaligen Leadsänger Karl Schumann weitestgehend ab, auf diversen neuen, aber auch alten Platten bekommt Karl immer wieder eigene Passagen und sogar ganze Tracks, um seine Stimme zu präsentieren.

So wirklich da erste Mal gehört haben die Band scheinbar erst beim Bundesvision Songcontest im Jahre 2011, wo sie mit ihrer Single „Ich will nicht nach Berlin“, für einen Ohrwurm sorgten und den 5. Platz einheimsen konnten. Neben diversen Singleauskopplungen und einem sehr erfolgreichen Album „Mit K“, sorgten sie 2013 für weiteren Gesprächsstoff. Jennifer Rostock, aber auch Kraftklub traten von der Echo-Nominierung zurück, da sie keineswegs in die selbe Schublade mit der nationalistischen Band Frei.Wild gesteckt werden wollten. Dafür zolle ich ihnen all meinen Respekt, denn solch eine Band hatte, hat und wird niemals Platz bei solchen Verleihungen finden!

Fifa-Zockern wird in FIFA13 ebenfalls schon einmal das einzig deutsche Lied „Eure Mädchen“ ins Ohr gezimmert worden sein, auch dies stammt aus der Feder von Kraftklub. Ansonsten sind die Jungs auch engagiert und setzen sich für „iCHANCE“, einem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung ein. Ein eigenes Festival wurde ebenfalls schon von den fünf aus dem Boden gestampft. Das Kosmonaut-Festival in Chemnitz erfreut sich großer Beliebtheit.

Cover Kraftklub – In Schwarz

Nicht nur die Platte heißt „In schwarz“, auch das Cover spiegelt dies eindeutig wieder. Der Hintergrund ist schwarz gehalten, nur das Markenzeichen / Logo der Band (Die zwei Hände, die in „K“ darstellen sollen, sind als weißer Hingucker zu sehen. Ansich sehr klassisch, ein wenig Grufti, aber ein kunterbuntes Album kann man bei solch einem Albumtitel sicher nicht erwarten. In meine Sammlung zu „Broilers – Noir“, Jennifer Rostock „Schlaflos“ und Co. reiht es sich perfekt ein und bildet somit ein vorerst krönenden Abschluss.

Preis…

Für die normale CD, ohne Bonus, zahlt man bei Amazon 12,05 Euro und liegt somit im sehr guten Mittelfeld. Die Deluxe Edition (inkl Bonustracks) ist mit 13,66 Euro nicht wesentlich teurer und lohnt sich ebenso. Wer dazu noch ein T-Shirt, die bekannte Winkehand, Sticker und die Platte auch noch als Vinyl haben möchte, der muss schon knapp 70 Euro bei Amazon und Co. zahlen. ich finde die Preise angemessen und kann nicht meckern. Achja, die MP3-Version, bekommt man für 9,19 Euro.

Fazit Kraftklub – In Schwarz

Kraftklub liebt man, oder man findet sie eben einfach nur „Mainstream“. Genauso wie Jennifer Rostock, Ok Kid und Konsorten, steigen die Jungs allmählich empor und sind gar nicht mehr so „Underground“ & „Szenekenner“ besetzt, wie Jahre zuvor. Viele Festivals werden gespielt und mit ihrer „Geheimtour – In Schwarz“, die in Österreich und Deutschland stattfand, haben sie noch einmal ein Statement gesetzt und sich vom „Mainstream“ gelöst. Ich selber habe das Glück gehabt und konnte beim „In Schwarz Konvoi“ ein Bändchen ergattern und bin somit kostenlos zum Konzert beim Badeschiff in Berlin gelandet. Mit 2000 hungrigen Fans, die ersten Lieder des neuen Albums anstimmen können und den Abriss des Spätsommers feiern, ist einfach unbezahlbar. Konzertkarten kaufen kann jeder, sich ein limitiertes Band und einen somit limitierten Eintritt abstauben, nur wenige glückliche Fans 🙂 Das Album spricht mir aus der Seele, macht gute Laune und ist einfach unfassbar gut. Zwar ist das Album „Mit K“ ein ebenso guter Knaller, dieses jedoch zählt zu meinen Favoriten.

Und somit rate ich jedem, der diese Musik ein wenig mag, einmal die Lieder auf Yout** und Co auf der Platte Kraftklub – In Schwarz anzusurfen und ggf. die Jungs mit dem Kauf des Albums zu unterstützen. Ich für meinen Teil liebe dieses Album und fiebere schon jetzt der – bereits veröffentlichten – Tour entgegen. Ich bin wieder dabei! Na klar!

Bewertung 5 von 5 Anker - secretwriterin.de

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