Nikon D5100 im Test

Nikon D5100 im Test. Ich mache gerne Fotos und bin daher auch lieber hinter der jeweiligen Kamera, als pseudotechnisch davor anzutreffen. Während ich all die Jahre mit den verschiedensten, für mich heute, Unterklassigen Geräten meine besten Momente knipste, bin ich nun endlich einmal Mutig gewesen und habe mir meinen lang gehegten Traum erfüllt. Digicams, Kompaktkameras, Polaroid und sogar Einwegkameras hielt ich bereits in meinen Händen. Ich muss sagen, Polaroids waren, sind und bleiben die wohl schärfsten Momentaufnahmen für mich. Es macht immer wieder Spaß damit auf Partys zu hantieren. Für Landschaften, Tiere und Co jedoch, sollte laut Erfahrungen und Empfehlungen die Nikon D5100 herhalten können. Ob dem wirklich so ist? Finden wir es doch einfach heraus!

Lieferumpfan
Lithium-Ionen-Akku EN-EL14, Ladegerät MH-24, Okularabdeckung DK-5, Gummi-Augenmuschel DK-20, USB-Kabel UC-E6, AV-Kabel EG-CP14, Trageriemen AN-DC3, Gehäusedeckel BF-1B, Abdeckung für Zubehörschuh BS-1, ViewNX 2 auf CD-ROM

Ausstattung
Die wohl neueste Ausstattung dürfte bei der Nikon das 3-Zoll Display sein, welches mit 921.000 Subpixel hervorragend scharf ist. Um sich im sogenannten Live-View nicht verrenken zu müssen, lässt sich das Display in die erdenklichsten Positionen drehen und sogar schwenken. Das erleichtert diverse Positionen ungemein. Allein in der Tierfotografie, wo man von Auge zu Auge sein möchte, ohne den Boden zu schrubben, ist das Display sein Geld wert. Der hohen Kontrast, sowie der große Einblickwinkel machen das Paket für mich perfekt. Das Rändelrad, welches sich rechts oberhalb des Displays befindet, hilft uns bequem bei jeweiligen Einstellungen – beispielsweise des ISO-Wertes.

Das Programmrädchen oben rechts neben dem Blitz hat die üblichen Voreinstellungen und sogennate Scenen (Motivprogramme) zu bieten. Von Landschaften, Porträts, Sport, bis hin zu Dämmerungsbildern ist alles vertreten. Neu hingegen ist der Bereich „Effects“, der neben Miniatreffekt, auch HDR-Bilder und einen Farbzeichner mit an Bord hat. Wie man sieht, allerhand Spielereien sind mit der Nikon D5100 möglich. Ob man alle benötigt ist wieder eine andere Sache.

An die Fernsteuerung hat Nikon auch gedacht, denn dafür gibt es auf der Vorder- und Rückseite einen Infrarot-Empfänger. Anders sieht es hierbei bei dem GPS-Empfang aus, der ist hier nicht integriert und muss für rund 200 Euro als Zusatzmodul erworben werden. Schade eigentlich.

Wer mehr als nur Standbilder erzeugen will, der wird mit der FullHD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixel im Videobereich auftrumpfen können. Wer den Ton zweikanälig aufnehmen will, muss jedoch auch hier wieder in die Tasche greifen und sich ein Mikrofon ran holen. Mir hingegen reichen bislang die Mono-Aufnahmen vollkommen aus. Ca. 100 Minuten Videomaterial kommen zusammen, ehe der Akku wieder aufgeladen werden muss.

Die Active D-Lighting Unterstützung gibt es beim heutigen Preis obendrauf, genauso wie den 3D Tracking Autofokus, der gerade bei Sportaufnahmen zu gebrauchen ist.

Aussehen
Die Kamera selber ist schlicht gehalten und komplett in Schwarz. Nur kleine goldfarbene Absetze am Objektiv selber, sowie weiße und silberfarbene Menüführungen sind vorhanden. Das Design wirkt zeitlos und dennoch auf seine Art und Weise sehr elegant. Das Gehäuse der Nikon D5100 ist rein aus Kunststoff, welches bei den Ruhepositionen für den Daumen sowie am Kameragriff mit rutschfestem Gummi versehen ist. Ich habe kleinere Hände, weshalb die Kamera wirklich gut in der Hand liegt, ohne zu schwer zu wirken. Wer jedoch große, schlanke Hände besitzt, könnte ggf. ein paar Schwierigkeiten haben und einen Punkt beim Handling abziehen.

Verarbeitung
Trotzdessen, dass das Gehäuse der Kamera vollständig aus Kunststoff besteht, ist die Kamera hervorragend verarbeitet. Es gibt weder scharfkantige Ecken, noch unsauber gearbeitete Übergänge. Sie wirkt kompakt, robust und sogar – bis zu einem gewissen Grad – Wasserdicht. Die gute Verarbeitung setzt sich auch beim Display fort und mündet bei den einzelnen Knöpfen, Rädchen und Klappen. Ich habe zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir die Akkuklappe o.ä. abreißen könne. Einen Staubschutz sucht man hier aber vergeblich.

Bedienung
Oben links gelangen wir über den Knopf „Menü“ zu einer umfangreichen Darbietung diverser Einstellmöglichkeiten. Ehrlich gesagt, hat mich das Menü anfangs ein wenig erschlagen, denn dort kann man nicht nur Helligkeit des Displays einstellen, sondern auch die jeweiligen Formate, wie die Bilder abgespeichert werden sollen. Der Weißabgleich, die Bildgröße und der Auslösemechanismus sind ebenso fester Bestandteil des Menüs wie ISO-Empfindlichkeitseinstellungen und die Videomöglichkeiten.

Bis man sich da einmal durchgefuchst hat, vergeht schon einiges an Zeit. Ich persönlich habe mich an den Laptop geklemmt und bin die wichtigsten Schritte dank eines Forumthreads durchgegangen. Ich fotografiere zwar gerne, kenne mich mit all dem ganzen SchiSchi nicht so aus, wie Amateure oder Profis von dem Fach. Woher auch!

Hat man erstmal die für sich optimalen Einstellungen gefunden, benötigt man das Menü nur noch für Feinjustierungen oder ähnliches. Praktisch ist, dass sich die Kamera den zuletzt besuchten Menüpunkt merkt und beim nächsten Mal genau dort wieder startet. Wenns mal schnell gehen soll, eine super Sache wie ich finde.

Bildqualität
Die D5100 Variante hat – wie die D7000 – auch wieder den 16-Megapixel-CMOS-Sensor eingebaut und weist somit selbst bei hohen ISO-Werten ein deutlich geringeres Rauschen der Bilder auf, als so manch anderes Gerät. Je höher man jedoch die ISO-Werte schraubt, desto mehr Störpixel sammeln sich – zumindest beim Anschauen auf dem Monitor – an. Auf der ausgedruckten Fotovariante halten diese sich sogar noch bei ISO 1600 in Grenzen. Darüber hinaus würde ich persönlich nicht verwenden. Testhalber habe ich solch Fotos mal geschossen und war sehr enttäuscht. Das Motiv ansich war schön, wenn diese ganzen Störpixel nicht gewesen wären. Selbst im RAW-Format, womit ich meine Fotos sonst schieße, sind die Bilder wirklich hässlich. Da bringt das beste Bearbeitungsprogramm nichts mehr.

Nikon D5100 im Test haben ebenfalls ergeben, dass die ISO-Empfindlichkeit viel sensibler ist, als tatsächlich eingestellt wurde. Der eingestellte ISO_Wert 100 gleicht eher einem ISO 146. Wer sich ein wenig auskennt dem wird auffallen, dass die Kamera also auch gerne mal Überbelichtet. Wie oft habe ich dieses Problem am Anfang gehabt. Ich hätte heulen können. Gerade bei Bildern ärgerlich, die eine zweite Aufnahme nicht zulassen. Daher nehme ich eine kleinere Blendenstufe und belichte minimal unter, damit am Ende das korrekt belichtete Ergebnis rauskommt.

Wer denkt: Kamera an und ab gehts. Der irrt. Man muss sich wirklich damit befassen, gerade wenn man zuvor nichts von ISO, Belichtung, Blendenstufen und Co. gehört hat. Nur so sind gute Fotos garantiert. Ohne das Pixel das Bild fressen. Auch nach 3 Monaten bin ich kein Profi, belese mich nur dann und wann, die Hälfte bleibt meist eh nur hängen. Aber die unzähligen Foren und Videos haben mir schon in so manch verzwickter Lage geholfen, brauchbare Bilder zu schießen.

Alles in Allem: Schöne Bilder, gewusst wie! Ich selber fotografiere in RAW-Format, um mit Lightroom die Bilder ggf. und vorallem den Weißabgleich noch zu bearbeiten. Fummelarbeit, viele Tutorials allerdings bringen einen schnell weiter, um das bestmögliche aus seinen Fotos rausholen zu können.

Nachteile
Bei jedem Produkt gibt es hin und wieder Nachteile. Die einen fallen nicht so ins Gewicht, die anderen wiederum vermiesen einen den Spaß an allem. Bei der Nikon D5100 ist es ganz klar das mitgelieferte Objekt. Alles was weiter als 50m entfernt ist, wirkt auf einem Bild einfach nicht mehr. Makroaufnahmen – detailgetreue Fotos die so nah wie möglich vom Objekt aufgenommen werden – sind natürlich auch nicht möglich. Dafür gibt es Makroobjektive.

Ebenfalls negativ aufgefallen ist mir der Akku. Liegt die Kamera mal länger als 2 Wochen in „der Ecke“, muss ich davon ausgehen, dass der Akku leer ist – Ja die Kamera war zu jeder Zeit ausgeschalten! Die Aufladung geht zwar flott, genauso flott ist der Akku nun nach 3 Monaten auch schon wieder leer. Die Versprochenen 1400 Bilder schaffe ich mit einer Akkuladung leider nicht. Selbst dann nicht, wenn ich LiveView, Blitz und Co. nicht nutze.

Preis
Bei Amazon und Co. gibt es verschiedene Varianten dieser Kamera. Wer das Kit inkl. 18-105mm Objektiv haben möchte, der zahlt rund 520 Euro. Meine Version, also mit dem Kit inkl. 18-55mm Objektiv kostet bei Amazon 488,00 Euro. Wie man sieht, ein Mittelklasse Preis für ein sehr gutes, hochwertiges Produkt. Wer noch ein paar Euros sparen möchte, der bemüht diverse Preisvergleichsseiten oder schnappt sich von irgendwo einen Einkaufsgutschein. So wie ich 😉

Nikon D5100 im Test

Wer Profimäßig so richtig durchstarten will in der Szene, der wird mit der D5100 schon bald an seine Grenzen kommen, dass kam beim Nikon D5100 im Test raus. Für Einsteiger wie mich, Amateure und die, die es mal werden wollen, ist die Kamera eine gelungene, kostengünstige Sache. Klar, das Objektiv ist nicht der Burner, normale Fotos lassen sich jedoch trotzdem damit machen. Hat man sich erstmal durch die Einstellungen und Fachbegriffe geboxt, macht das Handling wirklich Spaß. Und wer mehr will, der kauft sich in naher Zukunft sowieso ein anderes Objektiv dazu. Ich persönlich spare aktuell für ein Makroobjektiv, um ganz nah am Geschehen sein zu können. Die Effektprogramme der Kamera sind Anfangs sehr hilfreich, um diverse ISO-Einstellungen und Co. zu verstehen. Ein Profi jedoch schüttelt über solch SchnickSchnack nur den Kopf.

Alles in Allem kann und will ich nicht sonderlich meckern. Der Akku hält nicht lange durch, da kann man aber mit einem Zweitakku oder sogar mit einem sogenannten Batteriegriff ganz schnell Abhilfe schaffen. Die Kamera ist mein treuer Begleiter bei Spaziergängen, Partys und Co. und lässt mich – sofern ich die richtigen Einstellungen treffe – nicht im Stich.

Bewertung 4 von 5 Anker - secretwriterin.de

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