Packard Bell EasyNote TS13HR – Langzeittest

Der Packard Bell EasyNote ist ein zuverlässiger Begleiter. Bevor ich vor ca. 5 Jahren auf de Geschmack von Notebook gekommen bin, bin ich zu jeder großen Lan mit meinem Desktop-PC gefahren. Habe viel Geld investiert und war dennoch nie so ganz zufrieden. Nachdem sich nun also mein Acer Aspire verabschiedet hatte – das altbekannte Lötproblem des Chip-Satzes – sowie diverse weitere Macken am Display und Co. habe ich mich intensiv auf die Suche nach einem neuen Gerät begeben. Er sollte folgende Eigenschaften besitzen: Mindestens 4GB DDR Ram, mind. 640GB Festplatte, Laufwerk, mind. 15 Zoll und eine durchschnittliche Grafikkarte. Am liebsten wäre mir einer im schicken rot gewesen und natürlich deutlich unter 800 Euro. Puh, ob sich all das hat erfüllen lassen? Träume sind meist Schäume, doch wer weiß?

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Nach nun fast 4 Jahren wird es endlich einmal Zeit für ein Update. Findet ihr nicht auch? Immerhin handelt es sich hier um eine Anschaffung, die sich lohnen muss, denn wer kennt es nicht: 2 Jahre lang funktioniert die heutige Technik wunderbar, über die magischen 14 Tage kommen manch Geräte jedoch nicht hinaus. Was tun? Die Garantie ist abgelaufen und Kulanzentscheidungen findet man nur selten! Da heißt es dann: Kostenpflichtig reparieren, sein Geschick auspacken oder das Glück herausfordern.

In meinem Fall musste ich bisher nichts dieser Dinge unternehmen. *Auf Holz klopf* – Seit fast 4 Jahren ist mir mein PackardBell treu und leistet seine Dienste. Mittlerweile habe ich sogar auf Windows 10 aufgestockt und kann sagen, dass er sogar flüssiger läuft, als mit allen anderen Betriebssystemen. Auch wird das gute Stück weder zu heiß, noch zu laut. Wüsste ich sein wahres Alter nicht, so würde ich mein Schätzchen nie auf 4 Jahre tippen, denn auch optisch ist er noch total in Schuss. Trotz täglicher Nutzung, sind nur minimale Verschleißerscheinungen an den Tasten zu sehen. Sie sind nicht mehr ganz so matt wie zu Beginn, aber das stört mich nicht und fällt bei anderen Geräten deutlich extremer auf. Das Touchpad funktioniert ebenfalls wie gewohnt, auch wenn ich dies mittlerweile gegen eine kleine Maus ersetzt habe.

Katzen nutzten mein rotes Schätzen als Bett, mein Trinken lief lieber auf den Laptop, als in den Mund, einige Stürze vom Tisch und Bett konnten ihn auch nicht erledigen. Klar, die neuesten Videospiele schafft der alte Herr nicht mehr. Maximal auf niedrigster Einstellung und mit viel Geruckel, aber da muss man eben Abstriche machen. Solange er technisch schnurrt wie ein Kätzchen, ist das absolut keine Einschränkung. Für Games habe ich immerhin noch meinen Desktop-PC.

Ich muss wirklich sagen, dass ich überrascht bin und hoffe, dass er noch lange mein Begleiter sein wird.

Was sind Eure Erfahrungen mit elektronischen Geräten? Schafft ihr es ebenfalls über die Garantie hinaus oder machen sie kurz danach schlapp?


Entscheidungsfindung
Ich habe in der Zeit – die ich ca. mit 2 Monaten Suche ansetzte – viele Online-Shops durchforstet, einige Elektroriesen besucht und viele viele viele Foren durchlesen. Immer mal wieder hatte ich DAS Schnäppchen, was am Ende doch keins mehr sein sollte. Also begab ich mich immer und immer wieder auf die Suche. Ein Acer sollte es nicht mehr sein, ein HP aber auch nicht. XMG und Co? Zu teuer. Und dann entdeckte ich den roten Flitzer von Packard Bell EasyNote. Ich hatte einen „veralteten“ Vorgänger gefunden. Nach intensiver Recherche stieß ich dann also auf meinen Packard Bell EasyNote, der meiner Meinung nach alle Gesichtspunkte enthielt und sogar im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten lag. Konnte das sein? Nach Rücksprache mit zwei mir bekannten IT’lern und Computer-Freaks, war ich also auf der sicheren Seite. Ich hatte mich ehrlich gesagt schon auf mind. 6 Monate Suchzeit eingestellt. ;0)

Geschäft meines Vertrauens
Nach weiteren Recherchen, immerhin wollte ich doch noch ein wenig sparen, stieß ich auf Cyberport und musste feststellen, dass sie nicht nur die günstigsten Anbieter waren, sondern auch noch ein Jubiläums-Rabatt rausschmissen. Nur noch bis „Morgen“ hieß es auf der Homepage. Cyberport kannte ich aus der Stadt und war eigentlich immer recht angetan. Schicke Aufmachung, super Produkte obgleich man viele der „(in)kompetenten“ Mitarbeiter hätte an die Wand knallen können. Cyberport selber sagte, dass man entweder eine Lieferung mit anfallenden Versandkosten in Anspruch nehmen könne, oder sich den Artikel direkt in die nächste Cyberport, aber auch Niedermayer-Filiale liefern lassen könnte, was keine weiteren Unkosten verursachte. Da eine Niedermayer-Filiale direkt in der Nähe war, und ich erneut etwas Geld sparen konnte, nahm ich dieses Angebot doch dankend an! Wieso auch nicht. Auch wenn ich mich fühlte wie so ein alter, grauer Sparfuchs 😀

Die Kaufabwicklung
Packard Bell EasyNote in den Warenkorb, Online-Formular ausgefüllt, Rabattcode eingegeben, gewünschte Filiale ausgesucht und schwupps wollten sie auch schon Geld von mir. Diese verfressenen Säcke! Kreditkartendaten eingegeben und schon war ich auch einige hundert Euro leichter. Autsch! Der Vermerk: „Sobald ihr Artikel unser Hauptlager verlässt, erhalten sie eine Bestätigung per E-Mail.“ Gut, sehr nett! Auf die E-Mail warte ich allerdings bis heute. Macht nichts, denn nur drei Tage später klingelte mein Telefon. Die von mir angegebene Niedermayer-Filiale berichtete mir, dass mein Artikel bereits vor Ort wäre. Bei Abholung wäre nur noch mein gültiger Personalausweis, sowie die Abholnummer (Spezieller Code) von Nöten. Den Code bekam ich vorab bereits per E-Mail. Saubere Sache. Einfach und ohne Probleme. Ich war begeistert.

Aussehen und Verarbeitung
Der rote Flitzer Packard Bell EasyNote erstrahlt in einem warmen rot. Während die Tastatur in einem matten schwarz und die Umrandung des Bildschirmes in einem glänzenden Schwarz gehalten ist, ist die Handballen-Fläche,das Touchpad sowie die Deckeloberfläche in rot gehalten. Das Gehäuse selber düfte einigen wohl vom Acer Aspire 5741G-334G50Mn bekannt vorkommen, denn das ist vom Aufbau her das selbe. Dank der Gumminoppen, die sich am Display befinden, lässt sich das Notebook zuklappen, ohne das Kratzer entstehen. Die Noppen fallen kaum auf, da sie sich der schwarzen Umrandung super anpassen. Mittig der Umrandung befindet sich die integrierte 1,3 Megapixel HD Webcam, zumindest lässt es eine kleine, minimale Linse erahnen.

Die Verarbeitung des Packard Bell EasyNotewirkt – trotz des Kunststoffs – sehr stabil und robust. Selbst beim abstützen auf der Ablage oder der Tastatur, gibt es kaum nach, sodass die „Innereien“ des TS13HR-197GE Notebooks sehr gut geschützt sind. Die Unterseite ist aus einem festeren Kunststoff und verzeiht einmal auch mal Rämpler an Tür-/ oder Tischkanten, beim Deckel wiederum wäre ich vorsichtig, da wenig Spielraum zwischen Deckel und Bildschirm ist und dieser somit ziemlich schnell in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Trotz der guten Verarbeitung würde ich Stürze auf den Fußboden oder einem Flug gegen die Wand abraten. Außer jemand benötigt einen neuen Notebook und möchte die Versicherung bescheißen *WEHE!*

Auf der Unterseite befinden sich insgesamt drei Klappen, die mit kleinen Schrauben befestigt sind. Während man unter der größeren Klappe den Lithium-Ion, 6 Zellen Akku wiederfindet, hat man bei der kleineren Klappe die Möglichkeit ein UMTS-Modul einzubauen. Hinter der dritten und letzten Klappe befinden sich die kleinen Herzstücke des Notebooks. Zum einen hat man hier Zugriff auf die Festplatte und zum anderen befinden sich dort die Arbeitsspeicher (RAM), sowie das WLAN Modul.

Das Display kann man – dank der gelenkigen Scharniere – ca. 160 Grad öffnen. Es ist allerdings Vorsicht geboten, denn von Acer-Produkten (Also auch Packard Bell EasyNote) kenne ich einen schnellen Verschleiß dieser Scharniere, sodass auch schnell mal ein Bildschirmkabel bricht oder aus dem Steckplatz rutscht.

Alles in allem wirklich stabil, hätte ich für den Preis nicht gedacht. Natürlich kann man damit weder Fußball, noch Handball oder sonstige Dinge anstellen, aber dafür sollte ein Notebook nun wirklich auch nicht herhalten. Es wackelt nichts, es rutscht nichts und es quietscht auch nicht. Wer es pflegt und damit gut umgeht, der wird Freude am Design, aber auch an der Verarbeitung haben.

Packard Bell EasyNote – Das Display

Kommen wir eigentlich schon zum wichtigsten Teil des Notebook, neben dem Innenleben natürlich. Das Notebook hat einen 15,6 Zoll großen Bildschirm verbaut, der eine LED-Hintergrundbeleuchtung besitzt. Negativ zu erwähnen ist, dass es sich hierbei um ein spiegelndes Display handelt. Doch dazu später mehr. Durch die Auflösung (1366 x 768 Pixel) ist ein 16:9-Format möglich, sodass HD-Videos (720p) locker dargestellt werden können. Wer ein Fan von Full-HD ist, sollte lieber einen TV nutzen, oder externe Geräte anschließen, alles kein Problem. Laut Tests ist der Schwarzwert, sowie der durchschnittliche Wert der Helligkeit eher „okay“, als das diese wirklich überragend sind. Aber mein Gott, was will man erwarten?

Den verdammt negativen Punkt habe ich ja bereits angeschnitten. Dass es sich hier um ein spiegelndes Display handelt, macht die Sache natürlich nicht unbedingt angenehm. Vorallem draußen stößt man mit dem Packard Bell schnell an seine Grenzen. Zwar kann man das spiegeln mit einer hohen Helligkeitseinstellung kompensieren, doch das nimmt dir der Akku übel. Auch wenn man drinnen sitzt und das Fenster im Rücken hat, kann es zu unangenehmen Spiegelungen kommen. Ich zieh dann meist die Gardine ein Stück zu oder kompensiere die Spiegelung, indem ich das Display möglichst genau abstimme und kippe, bis es weniger spiegelt. Da ich auf den Display weniger Wert gelegt habe und eher auf die Grafikkarte sowie den Arbeitsspeicher geguckt habe, war mir dies durchaus bewusst. In diesem Preisbereich werden halt nur selten wirklich gute und vorallem matte Displays verbaut, verständlich.

Touchpad
Das rote in de Handballenbereich eingelassene Touchpad befindet sich ein Stück weiter links und kommt einem mit seinen 87 x 46 mm also auch beim Schreiben nur sehr sehr selten in die Quere. Gesetz dem Fall, man hat eine gute Taktik und muss nicht bei dem Buchstaben absetzen :p Die Größe ist super gewählt. Es ist meiner Meinung nach nicht zu klein, aber auch nicht zu groß. Unterhalb des Touchfeldes, befindet sich ein durchgehender „Balken“ der die Linke, sowie rechte Maustaste ersetzt. Der rechte Rand des Touchpads ist zum Scrollen gedacht und lässt sich wie ein Mausrad bedienen. Praktisch. Anders als bei anderen Modellen in dieser Preisklasse, sind die Maustasten nicht unangenehm laut. Ganz ohne „klacken“ geht es zwar nicht, aber beim Packard Bell sind sie definitiv angenehmer, als bei manch anderen Herstellern. Eindeutig!

Tastatur
Die Tastatur selber ist, anders als das Touchpad, im schlichten Schwarz gehalten, damit man auch ja jeden Staubkorn darauf entdecken kann :p Man spricht hier gerne auch vom sogenannten Chiclet-Design. Dh die Tasten selber sind abgerundet und haben – bis auf wenige Ausnahmen – die selbe Größe (15 x 15 mm). Der 3mm große Abstand zwischen den tasten ist angenehm, sodass man gemütlich an jede Taste flitzen kann und dennoch Platz zwischen diesen besitzt. Da die Tasten nur 18mm hoch sind und von den üblichen „hohen“ Tastaturen abweichen, gibt es ein wirklich leises und schnelles Tippgefühl. Ich selber mag die hohen Tasten nicht, aber da hat jeder seine ganz eigenen Vorlieben.

Am oberen Rand sind die sogenannten Funktionstasten. Während bei meinem Acer Aspire die Tasten F1-F12 normal zu bedienen waren und mit der (Fn) Taste auf die übrigen Funktionen wie (Touchpad an/aus, Lautstärke, Externer Bildschirm, Helligkeit und Co) zugegriffen werden konnte, ist es beim Packard Bell nun komplett anders herum. Das erschwert es den Nutzern, die mit F1-F12 Kastenkombinationen arbeiten. Aber ein Tipp: Schaut einmal ins BIOS vorbei, dort kann man Einstellungen vornehmen, damit man wieder zur gewohnten Kombination greifen kann, ohne die (Fn) Taste benutzen zu müssen.

Die Tastatur selber ist rechts mit einem Ziffernblock ausgestattet. GANZ wichtig für mich. Ich hasse die obere Zeilenreihe und nutze diese in den seltensten Fällen, die hält einfach nur auf. Den Ziffernblock kann ich auswendig und blind bedienen.

Nachteil: Leider gibt es bei dem Packard Bell EasyNote kein hilfreiches Lämpchen, welches dir verrät, ob die „Num“-taste an/aus ist und ob deine Feststelltaste (Großschreibung) an/aus ist. So passiert es mir durchaus mal, dass ich die Hälfte meines bereits geschriebenen Textes wieder löschen darf, weil ich „blind“ geschrieben habe, ohne zu schauen, ob die Taste eh nicht ausversehen geklickt wurde. Ärgerlich, aber kein Beinbruch.

Ausstattung
Anschlüsse sind eigentlich alle da, die man bbenötigt. Für mich persönlich sind es eindeutig zu wenig USB-Slots, aber was solls. Dann muss halt ein externer her. Links haben wir den Slot für das Netzteil, eines für LAN Kabel. Die Audiobuchsen sowie eine VGA-Buchse und ein HDMI-Slot, um externe Monitore anzuschließen befinden sich unten links direkt neben dem USB 2.0 Slot. Rechts verstecken sich dann noch das DVD Laufwerk sowie zwei weitere USB Slots. Summa Summarum haben wir also 3 USB Slots, wovon die beiden auf der rechten Seite für mich – dank Nutzung einer Maus – nicht unbedingt in Betracht gezogen werden können. Dass das Packard Bell auch keine USB 3.0 Schnittschnelle verwendet, wundert mich sehr, denn auch in dieser Preisklasse gibt es bereits einige Modelle damit. Aber nun gut, man kann nicht alles haben oder? ;0)

Mein roter Flitzer kam vorinstalliert und mit diversen Programmen bei mir an. Ich selber zieh zwar lieber selber mein System hoch und habe dann auch nur die Programme, die ich wirklich benötige, aber nun gut. Mittlerweile ist das ja schon ganz und gebe, dass alles vorhanden ist und man nur noch eine Recovery-DvD erstellen muss/sollte. Positiv war, dass Adobe Photoshop Elements 9 als Vollversion dabei war, zwar gibt es bereits die 10er, aber mir reicht die 9er ebenfalls vollkommen aus. Eine Nero Suite Testversion ist ebenfalls mit am Start, die bei mir direkt runtergeflogen ist, genauso wie der kostenlose und mit Werbung übersehte Office Starter. Noch viel Schlimmer empfand ich es, dass Norton Security installiert war, wer bis dato noch keine Probleme mit Hackern, Viren, blabla hatte, wird sie spätestens JETZT haben! Das Teil flog direkt und ohne große Kompromisse vom Notebook. Was sich Packard Bell EasyNote dabei gedacht hat, keine Ahnung.

Festplatte ???
Der Packard Bell EasyNote hat eine – wie bereits dem Datenblatt zu entnehmen ist – Western Digital HDD Festplatte (Scorpio Blue WD6400BPVT-75HXZT3) mit doch recht ausreichenden 640 GB Speicherkapazität. Wer ein Filmejunkie, Musiknarr und Spielefetischist ist, der wird auf kurz oder lang ein paar Platzprobleme bekommen und muss umrüsten oder ggf. auf eine externe Festplatte zurückgreifen. So handhabe ich es zum Beispiel. Mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von rund 5400 Umdrehungen pro Minute kann ich sie nun nicht unbedingt als die lahmste Schnecke von Meico abtun. Natürlich wurde hier eine langsame Variante der Festplatten eingebaut, und die schnellste Maus von Mexico ist sie ebenfalls nicht, aber sie tut was sie soll und das zuverlässig. Hier und da braucht ein dicker Ordner voller Dateien mal 1,2 Sekunden länger und auch bei dem eigentlichen Datentransfer kann es mal zu längeren Wartezeiten kommen, aber was solls! Vielleicht wäre eine SSD im Packard Bell EasyNote vielleicht komfortabler gewesen. Nobody is perfect ;0)

Leistung / Nutzen
Im Packard Bell EasyNote ist ein Intel Core i5-2450M verbaut. Für seine Verhältnisse ein doch recht mittelklassiger Prozessor. Nicht mehr der neueste und schnellste, aber für meine Verhältnisse reicht er aktuell noch aus. Die Kerne werden jeweils mit 2,5 GHz getaktet. Sobald das Notebook nicht vollkommen ausgelastet wird, drosselt er sich automatisch auf süße 800 MHz. Der Turbi-Boost hingegen kann die Kerne jeweils aber auch zwischen 2,8 GHz und 3,1 GHz hochzischen lassen. Praktisch. Lau Tests heißt es, dass dieser i5 prozessor durchaus auch mit den älteren i7-Serien mithalten kann.

Spannend finde ich die Möglichkeit, die Akku-Laufzeit nicht zu gering zu halten, und dennoch genug Leistung zu haben. Hierfür hat man sich beim Packard Bell die Nvidias Optimus Technologie zu Nutzen gemacht, die bei wenig Auslastung die integrierte Grafikkarte HD Graphics 3000 laufen lässt und bei Spielen oder anderen hohen Auslastungen auf die zweite Grafikkarte (“’Geforce GT 630M, 2GB VRAM“‘) umswitcht. Das hat mir bei meinem Acer damals irgendwie gefehlt, weil dort nicht zwischen den Lasten unterschieden wurde und konstant nur die eine Grafikkarte volle Power geben musste.

Kommen wir aber weg vom trockenen Einheitsbrei und begeben uns kurz in die Welt der Online-Spiele. Es sei gesagt, dass das Notebook kein High-End Gerät ist und – zumindest dieses – auch niemals sein wird. Dennoch kann man mit dem Packard Bell EasyNote so manchen Spielspaß haben. Starcraft 2 läuft bei mir ruckelfrei, genauso wie League of Legends, ShootMania Storm, Counter-Strike 1.6 und Co. Wirklich Grafikaufwendige Spiele könnten allerdings Probleme mit sich bringen. Zwar kann man die Texturen und Co. auf die niedrigste Stufe stellen, doch wirklich riesen große FPS-Sprünge wird man ggf. nicht machen können. Gerade in Shootern sind die FPS ja von großer Bedeutung und da bringt selbst eine Umstellung auf Direct X10 auch nicht mehr viel.

Ich empfehle den Packard Bell EasyNote daher lieber Spielern von GW, SC2, LoL und rate von ausgefallenen Ego-Shootern ab. L4D beispielsweise ruckelte bei mir selbst auf minimalen Einstellungen.

Grafikkarte
Die eben erwähnte Geforce GT 630M, 2GB VRAM ist mit OpenGL 4.0 und DirectX11 kompatibel und für diese Preisklasse durchaus ein tragbarer Grafikchip. Durch den 672 MHz GPU Takt und dem Speichertakt von rund 900 MHz, ist das gute Stück gleichzusetzen mit dem des Acer TravelMate 5760G-2454G50Mnsk und wirklich nicht zu verachten. Ich selber hatte mit der bis dato keine Probleme.

Betriebssystem
Lange war ich ein Gegner von Vista. Nachdem ich mir damals meinen Acer Aspire zulegte, musste ich doch irgendwie notgedrungen damit auskommen. Umso erfreuter war ich, dass mein roter Flitzer Windows 7 beheimatete. Zuvor noch nie damit in Kontakt gekommen, war ich gespannt auf das, was mich fortan erwartete. Vieles hatte ich darüber gelesen und gehört, endlich war ich davon nun selber „betroffen“ und konnte mich austoben. Bis heute bin ich Windows 7 Fan und halte absolut nichts von dem 8er. Ob sich das ändern wird? Solange mein Flitzer mit w7 rennt, sicher nicht! Aber wer weiß.

Akku-Laufzeit
Der Akku hält bei mir im „normalen“ Gebrauch, das bedeutet: Surfen (allerdings ohne Youtube), Office-Arbeiten, WLAN aus, mittlerer Helligkeit) knapp 4-5 Stunden. Kommt immer ganz darauf an je nachdem wie viel ich offen habe. Wenn ich ausgiebig Spiele, dabei Musik höre, Internet rennt und Co, dann kann sich der Akku nach bereits 1-2 Stunden verabschieden. Tipp: Zuhause einfach Akku raus und Notebook an den Strom hängen. So leidet der Akku nicht und man muss nicht aufpassen, ob und wann der Akku wieder aufgeladen werden muss. Wer vermehrt von unterwegs surfen will und nicht auf den Akku schauen mag, der sollte ohnehin zu einem Subnotebook greifen, welches weniger Zoll hat und somit auch bequemer zu handhaben ist.

Sound – Lautsprecher
Die Lautsprecher des Packard Bell EasyNote werden keinen vom Hocker hauen.Okay, sie reichen zum alltäglichen hören von Musik, auch ne DVD auf die Schnelle lässt sich aushalten, aber wer wirklich auf den Klang achtet, die Höhen und Tiefen braucht oder einfach mal aufdrehen will, der wird hier keine Freude haben. In diesem unteren Preisbereich ist es aber auch schon fast Alltag. Wirklich gute Lautsprecher bekommt man da kaum. Wie gesagt, mann kann sie gebrauchen, wirken aber allgemein sehr stumpf.

Temperaturen
Zum Thema Temperaturen lässt sich sagen, dass der Packard Bell EasyNote wirklich angenehm kühl bleibt. Mein Acer war selbst nach Office-Arbeiten teilweise so unerträglich heiß, dass es an der Handballenablage echt unangenehm wurde und ich mir nicht nur einmal kleine, wenn auch sehr leichte Verbrennungen am Oberschenkel zugezogen habe. Beim Packard Bell hatte ich das Problem bis dato noch nicht. Klar, beim ausgiebigen Spielen wird auch dieser warm und auch dann möchte ich ihn ungerne aufm Schoß haben, aber die Oberfläche bleibt doch sehr kühl. Die Abkühlzeit ist ebenfalls sehr gut, sobald ich aufgehört habe zu spielen, war auch die Hitzeentwicklung auf der Unterseite spürbar besser. Wem der Lüfter nicht ausreicht, der kann sich natürlich auch einen externen Untersatz mit weiteren Lüftern noch zulegen.

Geräuscheentwicklung
Die Geräuschentwicklung ist minimal! Ich bin echt begeistert. Hörtman wirklich genau hin, hört man mal den Lüfter drehen oder die Festplatte knattern. Aber dafür muss man wirklich schon genau hinhören und still sein. Nachdem mein Acer ratterte, zischte und auch das DvD-Laufwerk ggf. nen Hubschrauber hätte übertönen können, bin ich wirklich sehr überrascht. Es kann sein, dass der Lüfter unter Last minimal lauter wird, das wars aber auch schon.

Fazit

Das Preis-/Leistungsverhältnis des Packard Bell EasyNote hätte fast nicht besser sein können. Ich habe mein Wunschdesign und kann mit dem Packard Bell so einiges anstellen. Er ist leicht und somit auch für Unterwegs brauchbar. Sieht man von der USB Schnittstelle, sowie dem spiegelnden Display hinweg, macht man mit dem Teil einen wirklich guten Fang. Die Garantie von 12 Monaten fällt hier ein wenig lasch aus, viele bieten mittlerweile 24 Monate an, aber auch dies ist zu verkraften. Sollte ich mal wieder Lust auf anspruchsvolle Shooter haben, werde ich mir ggf. nochmals einen Desktop-PC zulegen, aktuell reicht das Notebook aber total für meine Bedürfnisse und Spiele aus.

Bewertung 4 von 5 Anker - secretwriterin.de

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