Haarentfernung mit Licht – Langzeittest #1

Mit dem Artikel „Schmerzfreie Haarentfernung“ hat vor über einem Monat alles begonnen. Bereits dort gab ich bekannt, dass ich diese Art von Haarentfernung gerne testen möchte. Die Glücksfee meinte es wirklich gut mit mir und bescherte mir mein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk. Beim Gewinnspiel wurde mein Los gezogen und der Philips Lumea hielt nun Einzug bei mir. Doch wie sieht es mit den Schmerzen aus und hält der Artikel, was er verspricht.

An dieser Stelle muss ich noch einmal betonen, dass ich sehr dunkles Haar habe und eigentlich jeden Tag den Rasierer in die Hand nehmen muss. Jeder noch so kleine Stoppel bleibt nicht lange unentdeckt. Umso erfreuter war ich über diesen tollen Gewinn. Nach der Tortur mit dem Epilierer und zunehmend trockener Haut, habe ich absolut keine Lust mehr auf anhaltende Schmerzen bei der Haarentfernung gehabt. Ich durchforstete schon lange unzählige Rezensionen, Foren und Blogs und immer wieder stach mir eins ins Auge: „Es kann bei der Anwendung ordentlich ziepen“, „Das Gerät wird im Dauerbetrieb sehr heiß, was unangenehm werden kann“. Super! Genau das, was ich nicht wollte, umso skeptischer war ich, als ich den Philips Lumea in den Händen hielt. JA – Ich gebe zu: Ich hatte Schiss! Ich hasse Schmerzen und alles was dazugehört!

Der Angsthase sucht ein Versuchskaninchen
Mein Versuchskaninchen war nun also meine Freundin. Der Nachteil: Sie ist von Kopf bis Fuß tätowiert und der Lumea darf NICHT auf Tattoos angewendet werden, da es hier zu Verbrennungen oder Verfärbungen kommen kann. Eine freie Stelle konnte ich an der Wade jedoch noch finden. Die Antwort war, wer hätte es auch anders gedacht: „Ich habe nichts gespürt“. Klar, wer voller Tattoos ist, der kann kein Schmerzempfinden mehr haben 😀

Philips Lumea - Hauttyp
Philips Lumea – Hauttyp bestimmen

Gut, nun war ich also dran. Zuvor habe ich meine Beine genauestens rasiert, denn das Schmerzempfinden war deutlich höher, laut Anwenderinnen, wenn man Stellen erwischt, wo die Rasur nicht ganz vorgenommen wurde. Ebenso habe ich die Anleitung von vorne bis hinten studiert und war danach noch nervöser. Gefühlt über die hälfte der Anleitung besteht aus Warnungen und Anweisungen. Wichtig ist jedoch zuerst, dass man seinen Hauttyp mittels Tabelle bestimmt, ehe man die Haarentfernung mit Licht beginnt. Eine eindeutige Zuordnung kann man hier, meiner Meinung nach, nicht vornehmen. Ich pendelte mich schlussendlich bei Stufe 3/4 ein, da ich zwar keine Lederhaut bekomme, jedoch auch nicht weiß wie eine Leiche bleibe.

Sobald man das Gerät in einem 90° Winkel auf die Hautpartie setzt und das Gerät einsatzbereit ist, leuchtet das Lämpchen hinten grün auf. Gerade auf unebenen Stellen braucht man ein wenig Fingerspitzengefühl, andernfalls leuchtet die Lampe nicht grün und das Gerät kann nicht verwendet werden. Ebenfalls empfiehlt es sich, einen leichten Druck auszuüben.

Und? Tut es nun weh?
Nachdem ich das Gerät beim ersten Versuch oft angesetzt und dann lauter Panik wieder abgesetzt habe, war ich nach dem ersten eigentlichen Versuch wirklich überrascht. Kein Schmerz zu spüren, nicht einmal ein zwicken. Ich muss jedoch sagen, dass der Blitz sehr hell ist und ich nach 5 Minuten bereits vereinzelt schwarze Punkte gesehen, sowie Kopfschmerzen bekommen habe, obwohl der Raum durch die Sonne sehr hell war. Das ist ein ziemliches Manko, wodurch ich eine Schutzbrille empfehle. Sie ist zwar laut Philips nicht notwendig, wer jedoch anfällig ist, der sollte sich ebenfalls eine zulegen. An den Knien habe ich sehr dicke Haare, hier muss ich zugeben, dass es hin und wieder leicht gezwickt hat, jedoch ist es absolut KEIN Vergleich zum Epilierer. Das zwicken ist minimal zu spüren und das Gefühl vergeht, sobald der Lichtimpuls erloschen ist. Insgesamt kann ich sagen: Sobald Poren mit dunklen Wurzeln zu sehen sind, kann es tatsächlich zwicken, andernfalls ist die Behandlung vollkommen schmerzfrei.

Auch von der unangenehmen Wärme konnte ich bisher nichts wahrnehmen. Ja, es wird auf Dauer leicht warm auf der Haut, wenn man das Gerät ansetzt, jedoch empfinde ich es absolut nicht als schmerzhaft. Selbst an den Armen nicht.

Haarentfernung mit Licht - Langzeittest

Sieht man schon eine Veränderung?
Seit einer Woche habe ich meine zweite Haarentfernung mit Licht hinter mir. An den Beinen gibt es schon jetzt vereinzelt „Löcher“, wo kaum noch Haare wachsen. An den Problemzonen, wie beispielsweise das Knie, ist noch nicht allzu viel Veränderung wahrzunehmen, jedoch gestaltet sich die Behandlung durch die Unebenheiten auch ein wenig schwierig. An den Armen mache ich aktuell einen Test. Während der rechte Arm bisher weiterhin rasiert wird, wurde der linke Arm ebenfalls zum zweiten Mal behandelt. Hier sind meine Haare von Haus aus schon weitaus heller, sodass ich hier bisher keinen großen Unterschied feststellen kann. Daher bin ich umso gespannter, wann hier die ersten Veränderungen eintreten werden.

„Haarausfall“ durch die Behandlung?
Oftmals habe ich gelesen, dass die Haare bei der Haarentfernung mit Licht einzeln ausfallen, da die Wurzeln beschädigt werden. Dies konnte ich bisher nicht verzeichnen. Aber nun gut, die Haare sind so kurz, dass man es nicht wirklich beobachten kann. Die Beschreibung klingt jedoch teilweise, als würden sie wirklich ausfallen. Das würde ja bedeuten, dass beim darüber streichen die Haare einfach vereinzelt abgestreift werden können. Dies ist nicht der Fall, wäre auch zu schön 🙂

Erstes Fazit zur schmerzfreien Haarentfernung mit Licht

Insgesamt bin ich von der Haarentfernung mit Licht doch schon begeistert. Zwar kann man nach zwei Behandlungen noch keine Wunder erwarten, doch die schmerzfreie Handhabung gefällt mir bereits seit Tag 1. Zwar benötigt man zu Beginn deutlich mehr Zeit, um alle gewünschten Partien zu behandeln, doch dafür muss man nicht mehr jeden Tag zum Rasierer greifen. Ebenso ist meine Haut hierdurch weitaus weniger gereizt und auch die trockenen Stellen am Schienbein bleiben aus. Der Epilierer ist bereits im hintersten Eck des Schrankes verschwunden und wird so schnell auch nicht mehr herausgeholt. Ich bin gespannt, wie der Langzeittest ausfallen wird und ob ich auch den Rasierer bald einstauben lassen kann.

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