[WERBUNG] Saugroboter Deebot M88 Erfahrung

Es ist an der Zeit, dass ich meine Deebot M88 Erfahrung mit dir teile. Mittlerweile ist der Ecovacs Saugroboter nun vier Wochen bei mir und ich konnte ihn auf Herz und Nieren testen. Ob so ein Saugroboter nur heiße Luft ist, oder wirklich im Haushalt eine Unterstützung darstellen kann, bleibt jedem selber überlassen. Ich jedoch nehme an dieser Stelle gerne eines vorweg: Ich bin doch schon ein wenig traurig, wenn ich mich wieder von ihm verabschieden muss. Und das trotz seiner Schwächen!

Für den Review Club Deutschland durfte ich den Ecovacs Deebot M88 testen und schon bald wird er sich wieder auf den Rückweg machen. Aber was bekommt man für sein Geld eigentlich geliefert und was leistet so ein Saugroboter nun in der Praxis? Schauen wir es uns einfach mal gemeinsam an. PS: Den genauen Lieferumfang, sowie die technischen Details entnehme bitte dem Datenblatt auf Amazon.

Lieferumfang / Verarbeitung / Optik 
Der Saugroboter Deebot M88 kommt mit allerhand Lieferumfang ins Haus, so findet man neben diversen Ersatzteilen, auch eine Fernbedienung, Filter, Reinigungsmittel und sogar einen Wischaufsatz. Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach und die gelieferten Teile lassen sich mittels Kurzanleitung kinderleicht einsetzen. Schleierhaft ist mir jedoch, warum eine schwarze Ladestation mitgeschickt wird, obwohl der Saugroboter von Ecovacs in weiß ist.

Der Deebot selber weist eine hochwertige Verarbeitung auf und wirkt – trotz seines hohen Plastikanteils – auf den ersten Blick sehr robust.  Was direkt ins Auge sticht ist die Tatsache, dass weder eine Kamera, noch Laser verbaut wurde. Ob so eine effektive Reinigung vorgenommen werden kann? Immerhin gibt es bereits Saugroboter von namhaften Herstellern, die mit solchen Features ausgestattet und nicht unbedingt viel teurer sind. Auch eine Akkuanzeige ist nicht vorhanden.

Zwar sieht man dem Deebot M88 seine Plastikverkleidung stark an, dennoch ist die Optik durchweg edel und schlicht. Bei einem weißen Gerät sind Staubpartikel ohnehin nicht so schnell sichtbar. Überlegen sollte man jedoch, ob der Deebot auch unter Betten, Sofas und Co. arbeiten soll, denn hier kann es zu Farbabrieben, Strichen und Co. kommen, die deutlich schneller zu sehen sind, als bei einem schwarzen Gerät. 

Inbetriebnahme
Rund vier Stunden benötigt eine Aufladung, angesichts der recht kurzen Reinigungszeit von knapp 90 Minuten, fällt die Ladezeit recht lange aus. Wer seinen Saugroboter jedoch über Nacht an der Ladestation stehen lässt, der kann am nächsten Tag seine Putzhilfe wieder in Betrieb nehmen. Beim ersten Einsatz soll gut überlegt sein, welchen Boden der Deebot M88 säubern soll, denn neben zwei verschiedenen Saugaufsätzen, gibt es auch noch insgesamt fünf unterschiedliche Reinigungsmodi:

1. Auto-Modus (Zufall oder Reinigungsmuster)
2. Max / Eco – Modus
3. Einzelraum-Modus
4. Punkt-Modus
5. Rand-Modus

Der Auto-Modus beispielsweise empfiehlt sich, laut Hersteller, für Räume mit Teppichen und ist ein reines „Zufallsprinzip“. Meine Deebot M88 Erfahrung damit ist, dass der Saugroboter ohne Ziel und Plan durch den Raum fährt und das so lange, bis er gegen einen Gegenstand fährt. Erst dann ändert er seine Richtung, bis es erneut „Plong“ macht. Bei Haushalten, die beispielsweise Geräte mit Klavierlack oder zerbrechliche Dekoration stehen haben, ist dies nur bedingt zu empfehlen, denn der Ecovacs Deebot M88 fährt überall gegen und das auch gerne mal mit voller Geschwindigkeit. Die Reinigung selber ist dennoch effizient, wenn auch chaotisch. Weitaus besser verhält es sich bei dem Reinigungsmuster, welches mittels Fernbedienung oder Druck auf den Ein/Ausschalter ausgewählt werden kann. Hier hat der Deebot ein voreingestelltes Reinigungsmuster und fährt den Raum entsprechend ab. Ist er damit fertig, widmet er sich den Kanten. Im Test fielen die Kanten jedoch teilweise durch, da die seitlichen Fühler nicht alles erwischen konnten und auch Ecken komplett ausgelassen werden. Der Deebot ist, angesichts seiner Rundungen, leider weniger für Raumecken geschaffen.

Im Auto-Modus fährt der Deebot, den ich übrigens liebevoll „Liselotte“ getauft habe, alle Räume ab. Wer also keine Abgrenzung mittels Tür oder ähnlichem vornimmt, lässt dem Saugroboter von Ecovacs freie Bahn. Das dies nicht die beste Lösung ist, habe ich mehrfach erlebt, denn meine Deebot M88 Erfahrung zeigt, dass die fehlende Abspeicherung meiner Wohnung dazu führt, dass der Roboter von einem Raum in den anderen fährt, ohne das auch nur ein Raum ansatzweise sauber gemacht wurde. Das bedeutet: In knapp 90 Minuten wütet Liselotte auf fast 80 Quadratmeter wie verrückt, doch nirgendwo gründlich, da nur wenige Bahnen innerhalb eines Raumes vorgenommen werden. Das frisst nicht nur Akku, sondern auch Nerven!

Empfehlung: Dem Deebot Zugang zu maximal zwei Räumen gleichzeitig gewähren. Hierbei empfiehlt sich dann der Auto-Modus mit Reinigungsmuster oder der Einzelraum-Modus, welcher via Fernbedienung eingestellt werden kann.

Ecovacs App
Neben der Fernbedienung, liefert Ecovacs auch noch eine kostenlose App für Android und iOS mit. Diese ist im Playstore/ App Store zu finden und schnell installiert. Mau ist, dass einzig und allein in der APP eine Akkuanzeige zu finden ist und auch nur dort ein Zeitplan hinterlegt werden kann. Die APP selber ist selbsterklärend und auf diversen Sprachen auswählbar.

Doch Achtung: Der hinterlegte Zeitplan wird nur wirksam, wenn die Ladestation dauerhaft am Strom angeschlossen ist und der Deebot mit dem WLAN verbunden wurde. Ist die Ladestation einmal aus, wird der Saugroboter von Ecovacs auch nicht zur geplanten Zeit seinen Dienst antreten.  Ansonsten hat man in der APP dieselben Einstellungsmöglichkeiten, wie bei der Fernbedienung auch. 

Die Steuerung via App und Fernbedienung funktioniert übrigens eher schleppend. Deutlich zu spät kommt das „Rechts, Links, Vor, Zurück“-Kommando beim Deebot an, worauf er dann auch noch sehr hastig reagiert, sodass die gewollte Bahn nicht zu 100% getroffen werden kann.

Saug- und Wischleistung des Ecovacs Deebot M88
Die Saugleistung ist, wie oben bereits angeschnitten, meiner Deebot M88 Erfahrung nach recht ordentlich. Sofern man keine tiefen Fugen oder Hochfloor-Teppiche hat und den Deebot maximal zwei Räume zeitgleich saugen lässt.  Ecken mag der Deebot ebenso wenig, wie Papierschnipsel, Kabel oder herumfliegende Kleidung. Verheddert er sich darin, macht er im Minutentakt laute Piepgeräusche und muss händisch umgesetzt werden. Glaubt mir, das nervt auf Dauer! Die Reinigung unter dem Sofa, Bett etc. ist solide, wenn auch nicht 100%ig. Der Deebot ist zwar „nur“ 7,8 Zentimeter hoch, dennoch lässt er die Flächen, die 7,9 Zentimeter maximal Luft nach oben bieten gerne einmal aus, da sein Gehäuse ihm einen „Gegenstand“ anzeigt, sodass der Deebot nicht unter das Sofa fährt, sondern vorzeitig umdreht. Tierhaare und auch Katzenstreu saugt der Ecovacs Deebot jedoch einwandfrei auf. Mit 0,38 Liter Fassungsvolumen hat er nicht den größten Platz, dennoch war ich jedes Mal aufs Neue sehr überrascht, wie viel in so einen kleinen Saugtank passt.

Die Wischfunktion hört sich am Anfang wirklich genial an. Saugen muss man nicht mehr und wischen fällt auch weg, endlich! In der Praxis sieht es jedoch etwas mau aus. Die Inbetriebnahme des Wischbehälters ist kinderleicht und das eingefüllte Wasser soll für rund 60 Quadratmeter ausreichen. Jedoch muss einem bewusst sein, dass das Wasser nur tröpfchenweise auf das Pad gelangt und dieses ohne Druck über den Boden gezogen wird. Zwar ist ein minimaler Wasserfilm erkennbar, jedoch hat dies wenig mit einer richtigen Reinigung zu tun. Leichte Verunreinigungen bleiben am Pad haften, größere Flecken bleiben jedoch unberührt, sodass man per Hand deutlich effektiver arbeitet. Von der Wischfunktion habe ich mir deutlich mehr erhofft. Für die schnelle Reinigung unter dem Sofa ist es jedoch ausreichend, um restliche Staubschichten zu entfernen.

Der Hersteller wirbt zudem damit, dass der Roboter Hindernisse und Treppen erkennt. Meine Deebot M88 Erfahrung sagt jedoch: Im Auto-Modus donnert er überall gegen und auch im gezielten Modus macht er nicht immer rechtzeitig einen Stop . Herunterfallen tut er hingegen nicht. Dies konnte ich auf dem Tisch testen.

Lärmpegel und Heimweg
Im Eco-Modus bewegen wir uns bei rund 55 Dezibel, die der kleine Ecovacs Saugroboter so von sich gibt. Deutlich leiser als so manch Highend-Saugroboter, dennoch ist der Pegel gewöhnungsbedürftig. Musik oder den Fernseher kann man getrost ausstellen, solange der Deebot M88 seine Bahnen zieht. Im Max-Modus sind es sagenhafte 65 Dezibel, die ich messen konnte. Auch sind die Vibrationen in diesem Modus recht hoch, was Nachbarn möglicherweise stören könnte. Im Max-Modus ist selbst eine normale Unterhaltung im selben Raum kaum möglich.  Ich persönlich bin ungerne mit dem Saugroboter in einem Raum! Zum Vergleich: Mein Staubsauger liegt bei 84 Dezibel. Deutlich höher als der Saugroboter. Jedoch läuft bei mir auch kein Fernseher, wenn ich den Siemens anschmeiße.

Der Deebot von Ecovacs findet den Heimweg ganz von alleine. Zumindest wird dies so angepriesen. Im Praxistest fand Liselotte 3 von 10 Testläufen den Weg zurück. Die anderen Male suchte sie die Ladestation vergeblich, bis der Akku vollständig den Geist aufgab. Ist der Deebot im selben Raum, wie die Ladestation, wird der Heimweg hingegen innerhalb von rund 15 Minuten gefunden.

Fazit meiner Deebot M88 Erfahrung
Trotz seiner aufgezeigten Schwächen, bin ich durchaus überrascht. Zuvor musste ich mindestens 1x am Tag mit dem Staubsauger durch die Wohnung jagen, um Katzenstreu und Haare zu entfernen. Mittlerweile sauge ich selber nur noch alle 2-3 Tage einmal gründlich durch, da der Deebot die wichtigsten Stellen für mich erledigt. Wichtig war mir, dass das Katzenstreu regelmäßig vom Boden aufgenommen wird und die herumwirbelnden Katzenhaare im Zaum hält. Das meistert Liselotte mit Bravour. An den Lärmpegel müssen sich Mensch und Tier zwar gewöhnen, jedoch hatte ich vorab wirklich große Bedenken, ob meine Katzen da so mitspielen würden. Für die ist der Saugroboter jedoch absolut kein Problem und wird hin und wieder sogar als lustiger Spielgefährte angesehen. Nein, das saugende Katzentaxi konnte ich bei uns noch nicht entdecken.

Positiv ist ebenfalls, dass der Stromverbrauch deutlich niedriger ist, als bei einem herkömmlichen Staubsauger. Während mein Siemens Staubsauger satte 2400W verbaucht, benötigt der Deebot von Ecovacs nur rund 30W.

Angesichts des Preises sind die Schwächen zwar möglicherweise hinnehmbar, jedoch für mich nicht ganz nachvollziehbar. Immerhin blättert man für den Ecovacs Deebot M88 bei Amazon aktuell noch 375 EUR hin. Der fehlende Sensor ist hierbei das größte Manko, da die Wohnung nicht auf einem Chip gespeichert werden kann, um zuverlässig reinigen zu können. Dennoch muss ich sagen, dass ich in den letzten vier Wochen viele Vergleiche gezogen und mir Videomaterial angesehen habe und überzeugt bin, dass der Deebot M88 im Mittelklassesegment die Nase vorn hat.

Positiv:
[+] Optik / Verarbeitung
[+] Saugleistung
[+] Lieferumfang
[+] Wählbarer Zeitplan
[+] Stromverbrauch (30 Watt)
[+] Vers. Reinigungsmodi
[+] App

Negativ:
[-] Lärmpegel / Vibrationen
[-] Keine Kamera / Lasertechnik
[-] Keine Akkuanzeige am Gerät
[-] Wischfunktion

Daher vergebe ich (ganz knappe) 4 von 5 Anker:

Bewertung 4 von 5 Anker - secretwriterin.de

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